Entsendiung nach Frankreich – nicht steuerpflichtiges Tagegeld (Fall)

Standlage:

Ein Unternehmen beabsichtigt, einem abgeordneten Arbeitnehmer für einen Zeitraum von 3 Monaten ein externes Tagegeld (Frankreich) gemäß Gesetz 72/2022 zu gewähren. Der Arbeitnehmer hat ein Grundgehalt von 3000 Lei. Wie ist die steuerliche Behandlung und wie werden diese Beträge berechnet?

 

Lösung:

Gemäß Artikel 71 des Regierungsbeschlusses 518/1995 wird der Zeitraum, für den das Tagegeld in ausländischer Währung gewährt wird, unter Berücksichtigung des verwendeten Verkehrsmittels festgelegt:

  1. der Zeitpunkt des Starts des Luftfahrzeugs beim Abflug ins Ausland und der Zeitpunkt der Landung des Luftfahrzeugs bei der Ankunft im Land, von und auf den Flughäfen, die Grenzübergangsstellen der rumänischen Staatsgrenze sind;
  2. der Zeitpunkt der Überquerung der rumänischen Staatsgrenze mit dem Zug oder dem Auto, sowohl bei der Abreise ins Ausland als auch bei der Rückkehr ins Land.

Für die Zeitabschnitte, die 24 Stunden nicht überschreiten, wird das Tagegeld wie folgt gewährt: 50 % bis zu 12 Stunden und 100 % für den Zeitraum, der 12 Stunden überschreitet.

Zunächst muss das Unternehmen das nicht steuerpflichtige Tagegeld ermitteln und das Ergebnis mit der Dauer der Reise multiplizieren.

Gemäß Artikel 76 Absatz 4 h) des Steuergesetzbuchs, der ab Mai 2022 gilt, sind die Delegationszulage, die Entsendungszulage, einschließlich der spezifischen Zulage für die grenzüberschreitende Entsendung, und die zusätzlichen Leistungen, die die Arbeitnehmer im Rahmen der Mobilitätsklausel erhalten, kein steuerpflichtiges Einkommen, sowie alle anderen Beträge gleicher Art, die nicht zur Deckung von Beförderungs- und Unterbringungskosten gewährt werden und die die Arbeitnehmer gemäß den einschlägigen Rechtsvorschriften während der Dauer ihrer Tätigkeit an einem anderen Ort im In- oder Ausland im dienstlichen Interesse erhalten, für den Teil, der die so ermittelte steuerfreie Obergrenze überschreitet:

  • im Inland das 2,5-fache der gesetzlichen Zulage, die durch Regierungsbeschluss für Bedienstete von Behörden und Einrichtungen festgelegt wurde, bis zu 3 Grundgehältern, die der ausgeübten Tätigkeit entsprechen;

(ii) im Ausland das 2,5-fache des gesetzlich festgelegten Tagessatzes für rumänische Bedienstete, die zu vorübergehenden Dienstreisen ins Ausland entsandt werden, bis zu einem Betrag von 3 Grundgehältern, der dem jeweiligen Dienstort entspricht.

Die Obergrenze für den Wert von 3 Grundgehältern, die der ausgeübten Tätigkeit entsprechen, wird berechnet, indem die 3 Gehälter zur Anzahl der Arbeitstage im betreffenden Monat in Beziehung gesetzt werden und das Ergebnis mit der Anzahl der Tage des Zeitraums der Delegation/Entsendung/Ausübung der Tätigkeit an einem anderen Ort, im Land oder im Ausland multipliziert wird.

Daraus folgt, dass, wenn der Betrag, der die Obergrenze von 3 Grundgehältern für den besetzten Arbeitsplatz darstellt, im Verhältnis zur Anzahl der Arbeitstage im Monat steht:

– über dem 2,5-fachen des für öffentliche Einrichtungen festgesetzten Betrages liegt, entspricht das nicht steuerpflichtige Tagegeld dem 2,5-fachen des für öffentliche Einrichtungen festgesetzten Betrages;

– unter dem 2,5-fachen des für öffentliche Einrichtungen festgelegten Betrags liegt, entspricht das nicht steuerpflichtige Tagegeld dem Betrag, der drei Grundgehältern für die ausgeübte Tätigkeit im Verhältnis zur Zahl der Arbeitstage im Monat entspricht.

Ausgehend vom Mai-Einkommen wird das steuerfreie Tagegeld daher durch zwei Berechnungen ermittelt:

 das 2,5-fache des für öffentliche Einrichtungen festgelegten Tagegelds;

  • das im individuellen Arbeitsvertrag vorgesehene Bruttogrundgehalt x 3 : die Anzahl der Arbeitstage in dem Monat, in dem die Reise stattfindet.

Die beiden Ergebnisse werden dann verglichen, und der niedrigere Betrag wird (als nicht zu versteuernder Betrag) zuerkannt.

Gemäß dem Anhang zum Regierungsbeschluss 518/1995 beträgt das Tagegeld für öffentliche Einrichtungen bei Reisen nach Frankreich 35 Euro.

Erste Berechnung:

35 x 2,5 = 87,5 Euro

Bei einem Euro-Wechselkurs von 5 Lei ergeben sich 87,5 Euro x 5 Lei = 437,5 Lei.

Zweite Berechnung:

3000 Lei x 3 = 9000 Lei

Monat Mai – 9.000 Lei : 22 (22 entspricht der Anzahl der Arbeitstage im Mai)= 409,09 Lei

So beträgt das nicht steuerpflichtige Tagegeld im Mai für die Reise eines Arbeitnehmers mit einem Grundgehalt von 3.000 Lei = 409,09 Lei/Kalendertag der Entsendung, da dieser Betrag der niedrigere der beiden Höchstbeträge ist.

Rechtliche Grundlage:

– Steuergesetzbuch  (genehmigt durch Gesetz Nr. 227/2015, veröffentlicht im Amtsblatt Nr. 688 vom 10.09.2015), mit späteren Änderungen und Ergänzungen;

– Steuerliche Verfahrensordnung  (genehmigt durch Gesetz Nr. 207/2015, veröffentlicht im Amtsblatt Nr. 547 vom 23.07.2015), samt nachfolgenden Änderungen und Ergänzungen;

– Methodologische Normen für die Anwendung der Steuergesetzbuch  (genehmigt durch Regierungsbeschluss Nr. 1/2016).